Kongress 2007

75. DGSS-Kongress vom 19.-21. Mai 2007 in Salzburg

Thema: "Stimme - Sprache - Lebensalter"

Der Kongress der DGSS fand erstmals in Österreich, in Salzburg, statt. Veranstaltungsort war der Heffterhof, der gediegene Räumlichkeiten zur Verfügung stellte.

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Kongresspräsident war Dr. Josef Schlömicher-Thier, der die Ver-anstaltung mit Souveränität und Herz vorbereitete. Das Motto "Stimme – Sprache – Lebensalter: Krankheit, Beeinträchtigungen, Behinderungen" zielte auf die Stimm- und Sprachprobleme der drei Generationen unserer Gesellschaft: Kinder, die von Spracherwerbsstörungen und eingeschränkten Bildungschancen bedroht sind, die "mittlere Generation", die die sozialen Lasten und die Kosten im Gesundheitswesen zu tragen hat und in den meisten Berufen eine gute sprachliche und stimmliche Leistungsfähigkeit benötigt und die wachsende Population alter und hochbetagter, oft multimorbider stimm- und sprachgestörter Menschen, beispielsweise mit Aphasie oder Dysarthrophonie, denen dank moderner Medikamente und Operationen zwar ein langes Leben vergönnt ist, aber nicht mehr "mitreden" können und dadurch vom Geschehen "abgehängt", teils sogar isoliert sind. Wohl jeder wird bei der täglichen Arbeit mit den spezifischen Problemen einer jeden Generationen zu tun haben. Der Kongress der DGSS zeigte Lösungen auf und der September-Ausgabe 2007 der Zeitschrift LOGOS Interdisziplinär sind ausgewählte Hauptvorträge abgedruckt.

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Auf der Mitgliederversammlung wurden der Präsident und die Geschäftsführerin im Amt bestätigt und die Satzungsänderung weiter vorangebracht. Der Gesellschaftsabend fand im Probenraum des Festspielhauses statt. Dr. Schlömicher-Thier sorgte für ein begeisterndes musikalisches (und kulinarisches) Programm, das unvergessen bleibt! Er selbst – nicht nur HNO-Arzt, sondern auch ein ausgebildeter Opernsänger - sang die bekannteste Papageno-Arie aus der Zauberflöte auf höchstem Niveau (Foto). Ein lokaler Fernsehsender nahm fast die gesamte Veranstaltung auf, die dann später für Salzburg Stadt und Land zu sehen war. Auf der Veranstaltung wurde auch erstmals der "Phonak-Preis der DGSS" zur Nachwuchsförderung übergeben.

Aus sechs eingereichten Beiträgen ging die psychologische Dissertationsarbeit von Marcus Reeh aus Göttingen mit dem Titel "Ausgewählte kognitive Leistungen und gesundheitsbezogene Lebensqualität permanent hörgestörter Kinder" als Sieger hervor. Die Zweitplazierte, Bianka Bruns, Logopädin aus Mainz - mit einem Bewertungspunkt nur knapp unterlegen -, erhielt für ihre Arbeit "Übergangsmechanismen zwischen Alltags- und Hochleistungsstimme" einen Anerkennungspreis. Der Posterpreis der DGSS war der Besuch einer Aufführung im Festspielhaus und ging an Doris Schaller aus Bern. Der Postertitel war: "Die Angehörigengruppe", eine spezielle Form der psychosozialen Unterstützung der Familien von Patienten nach Laryngektomie. Ein geführter Rundgang hinter die Kulissen des Festspielhauses am Sonntagmorgen rundete das Rahmenprogramm glanzvoll ab.